Willkommen beim Fledermausverein Bern

Fledermäuse sind extrem faszinierende Tiere, die mit einer Reihe von einzigartigen "Superkräften" und einer wichtigen Rolle im Ökosystem glänzen! 

1. Sie sind die einzigen aktiv fliegenden Säugetiere.

"Handflügler": Ihr wissenschaftlicher Name Chiroptera bedeutet "Handflügler". Sie fliegen sprichwörtlich mit ihren Händen: Ihre Flügel bestehen aus einer dünnen, elastischen Flughaut, die sich zwischen ihren stark verlängerten Fingerknochen und dem Körper spannt.

2. Echoortung – "Sehen" mit den Ohren                                                                                                                                                                     

Natürliches Sonar: Sie navigieren in totaler Dunkelheit mithilfe eines hochentwickelten Echoortungssystems. Sie stossen Ultraschallwellen aus (die für das menschliche Ohr unhörbar sind) und analysieren das zurückgeworfene Echo.

Hochpräzise: Dieses System ist so präzise, dass sie Distanz, Grösse, Form, Textur und sogar die Bewegungsrichtung von Objekten und Beutetieren (wie winzigen Mücken) dreidimensional erkennen können.

3. Wichtige Ökosystem-Dienstleister

Insektenjäger: Die meisten europäischen Arten sind Insektenfresser und spielen eine entscheidende Rolle bei der Schädlingskontrolle. Eine einzige Zwergfledermaus kann in einer Nacht bis zu 1.000 Mücken vertilgen!

Weltweit: Global sind Fledermäuse auch als Bestäuber (wichtig z. B. für Tequila, da sie die Blaue Agave bestäuben) und Samenverbreiter unverzichtbar für Ökosysteme, insbesondere in den Tropen.

4. Biologische Besonderheiten

Unglaubliche Langlebigkeit: Im Vergleich zu ihrer geringen Körpergrösse werden Fledermäuse extrem alt.

Viele Arten erreichen ein Alter von 20 bis 30 Jahren. Manche kleine Arten leben bis zu 10-mal länger als vergleichbar grosse Nagetiere. 

Winterschlaf-Meister:

Sie sind wahre Überlebenskünstler. Während des bis zu fünf Monate dauernden Winterschlafs senken sie ihre Körpertemperatur fast bis auf den Gefrierpunkt und verlangsamen ihre Atmung auf ein Viertel oder weniger, um Energie zu sparen.                                                             

Kopfüber-Hängen:

Sie schlafen kopfüber, was keine besondere Kraft erfordert. Ihre Fusskrallen rasten automatisch ein, wenn sie sich festkrallen, sodass sie ohne Muskelanstrengung hängen können.

Diese Kombination aus Flugfähigkeit, Echoortung und ihrer Rolle als nächtliche Insektenpolizei macht Fledermäuse zu einem der faszinierendsten Wunder der Natur. 



In der Schweiz wurden bisher 30 Arten von Fledermäusen nachgewiesen. Dies entspricht rund einem Drittel aller Säugetierarten der Schweiz. Im Kanton Bern konnten bisher 21 Arten nachgewiesen werden. In den letzten Jahrzehnten haben in Mitteleuropa einige Arten enorme Bestandeseinbussen erlitten: Quartierverlust, direkte oder indirekte Verfolgung, Pestizide und die Fragmentierung und Zerstörung von Jagdhabitaten sind Hauptgründe für den Rückgang. Alle Fledermausarten in der Schweiz sind geschützt, mit ein Grund, sich für diese Tiere stark zu machen. 

Die Arbeit des Vereins können Sie mit einer Spende unterstützen. 
CH05 0900 0000 3077 2159 5, Fledermausverein Bern, 3014 Bern

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